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Wegbegleiter Juni - Gastfreundschaft

Wegbegleiter Juni - Gastfreundschaft

Wegbegleiter

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.
(Hebräer 13,2)

Gastfreundschaft

Früher zog fast jede Aktivität ein Gespräch nach sich. Ging man tanken, sprach man mit dem Tankwart. Brachte man einen Scheck zur Bank, plauderte man mit dem Schalterbeamten. Kaufte man ein Geschenk, unterhielt man sich mit dem Verkäufer.
Heute ist das anders. Man kann an der Zapfsäule direkt mit EC-Karte bezahlen, Bankgeschäfte online tätigen und Geschenke über das Internet bestellen. Man kann seine kompletten Geschäfte abwickeln ohne ein einziges Mal „Guten Tag“ zu sagen. Sicherlich geht heute alles viel schneller und effizienter, aber auch wesentlich unpersönlicher. Isolation ist ein wesentliches Merkmal unserer Gesellschaft. Wir tragen Kopfhörer beim Joggen. Wir kommunizieren über Emails, SMS und Apps. Unser Mantra: „Ich lass dich in Ruhe. Du lässt mich in Ruhe.“
Doch Gott möchte, dass die Menschen, die zu ihm gehören, da eine Ausnahme bilden. Bei Gotteskindern soll Gastfreundschaft großgeschrieben werden. Hat dein Haus oder deine Wohnung eine Eingangstür? Einen Tisch? Stühle? Brot und Wurst oder Käse? Herzlichen Glückwunsch! Damit bist du für einen uralten Dienstsektor qualifiziert: Gastfreundschaft.
Es ist kein Zufall, dass das englische Wort für Gastfreundschaft „hospitality“ und „Hospital“ dieselbe lateinische Wurzel haben, denn beide führen zu demselben Ergebnis: Heilung. Kennst du Menschen, die das unbedingt erfahren sollen? Singles, die immer alleine essen. Junge Paare, die weit weg sind von Zuhause. Kollegen, die verletzt wurden. Teenager, die das Gefühl haben, außen vor zu sein. Senioren, die nicht mehr lange Auto fahren können. Deine Gastfreundschaft kann Heilung für sie bedeuten.