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Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.
Epheserbrief Kapitel 1, Vers 18 - Die Bibel , Neues Testament
Ich kann mich daran erinnern, als ob es erst gestern geschehen wäre.
Dabei ist es schon bald 24 Jahre her. Ich war beim Optiker und nahm meine erste Brille in Empfang. Ich setzte sie auf und plötzlich...
Mir gingen die Augen auf!
Schon im Optikergeschäft sah ich auf einmal Dinge in einer Klarheit, die ich nie für möglich gehalten hatte. Schon aus mehren Metern Entfernung konnte ich all die ausgestellten Brillen in den Vitrinen in allen Einzelheiten erkennen. Selbst die kleinen Schräubchen konnte ich sehen.
Und als ich dann heraustrat in den sonnigen Sommertag und all die Leute, die Straßenbahnen und die Gebäude erblickte, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.
So also sah die Welt aus!
Immer wieder nahm ich die Brille ab und setzte sie dann gleich wieder auf, um den Unterschied zu sehen.
Ich war überwältigt.
Und dabei war mir das ja nicht unbekannt.
Meine Augen waren nicht immer schlecht gewesen.
Aber schleichend waren sie immer schlechter geworden.
So schleichend, dass mir die Verschlechterung nicht auffiel.
Ich erinnerte mich nicht mehr wirklich daran.
Es nervte mich nur, dass ich nicht mehr alles so gut erkennen konnte.
Aber ich war nicht auf die Idee gekommen, dass meine Augen sich verschlechtert hatten.
Genauso war es wahrscheinlich bei den Ephesern. Sie hatten Jesus Christus erkannt und waren seine Jünger geworden und waren mit allem Eifer für ihn dabei.
Und doch bittet Paulus darum, dass Gott ihnen erleuchtete Augen gebe, damit sie die Hoffnung erkennen, zu der sie berufen worden sind.
Paulus hatte vielleicht schon erkannt, was Jesus Christus in den Sendschreiben deutlicher ausdrückt: „Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“
Der Blick auf Jesus Christus war getrübt worden. Sie folgten ihm mit allem Eifer nach, aber sie sahen nicht mehr genau, wem sie folgten. Und deshalb war ihre erste Liebe erloschen.
Wie ist es bei uns?
Lasst uns um erleuchtete Augen bitten, damit wir unseren Herrn Jesus Christus und die Hoffnung, zu der wir berufen sind, immer klar und deutlich erkennen!
Euer Stefan
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