Andacht März - Da weinte Jesus

Da weinte Jesus.
Johannes 11,35

Was muss passieren, dass Jesus weint?
ER, der doch Gott ist, der den Weg auf diese Erde bewusst auf sich nahm, sich von seinem Vater schicken ließ, weil es keinen anderen gab, der das tun konnte, was Jesus freiwillig und aus Liebe zu uns tat. ER, der wusste, dass er das größte Problem der Menschheit lösen würde.
Was muss passieren, damit wir weinen? Etwas läuft nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Menschen, die uns wichtig sind, sind nicht mehr da oder wenden sich ab. Wir gehen durch eine Zeit der Überforderung.
Die KI nennt noch weitere Gründe (Zwiebeln schneiden ist nicht dabei 😉): aus Einsamkeit, aus Freude, aus dem Gefühl der Machtlosigkeit heraus.
Doch schauen wir zurück auf Jesus. Er weinte, als er bei seinen Freunden ankam und die Traurigkeit der Umstehenden sah; diese bewegte sein Herz - dabei hätte er doch früher kommen können, als Lazarus noch lebte.
Er hätte doch gar nicht über seinen Verlust weinen brauchen – denn er weckte Lazarus ja zum Weiterleben auf dieser Erde auf.
Was bewegte Jesus in dieser Situation so sehr, dass er weinte?
Vielleicht sah er in diesem Moment deutlich, wie die Sünde, der Grund für unseren irdischen Tod, uns von seinem Vater trennt. Eine Trennung, die er bis zum Kreuz nicht erlebte.
Vielleicht weinte er über alle, die nicht wie er diese innige Beziehung zu seinem Vater haben.
Ich denke, ihn hat das Gericht bewegt, in das alle Menschen kommen.
Deswegen ist er Mensch geworden und hat dieses Gericht schon in seinem Tod, seiner Trennung von seinem Vater auf sich genommen, damit wir nicht mehr durch die Sünde von seinem Vater getrennt sein müssen.
Jesus weinte und dann handelte er – und wir können auch handeln. Indem wir uns bewegen lassen, Menschen davon zu berichten, dass Jesus in seinem Tod am Kreuz freiwillig eine Zeit der Trennung zu Gott auf sich nahm, all ihr Falsches getragen und dafür bezahlt hat, damit ihre Sünde sie nicht mehr von Gott trennt und dann auferstand, um an der Seite seines Vaters zu sitzen.
Ich möchte darüber bewegt bleiben, dass Sünde von Gott trennt und besonders möchte ich mich davon zum Handeln bewegen lassen, dass es Menschen in meinem Umfeld gibt, die ihre Trennung von Gott noch nicht beendet haben.
Verbunden in Ihm
Heide

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